A19 Hackenberg
gros ouvrage / großes Befestigungswerk

Block Bewaffnung, Ausstattung Koordinaten UTM WGS84
EM 2 GFM, 1 Scharte JM/AC37 32U 0308651 5468781
EH 2 GFM, 1 cloche LG, 1 Scharte JM/AC37 32U 0308839 5468958
Bloc 11 TM32U 0309994 5469718
Bloc 21 T75/32, 2 GFM32U 0309897 5469658
Bloc 31 T81, 1 GFM32U 0309883 5469598
Bloc 41 TM, 2 GFM, 1 Scharte JM, 1 Scharte JM/AC3732U 0309989 5469560
Bloc 52 GFM, 1 cloche LG, 3 Scharten 75/2932U 0309881 5469486
Bloc 61 T135, 1 GFM32U 0309968 5469475
Bloc 71 TM, 2 GFM, 1 Scharte JM, 1 Scharte JM/AC3732U 0308882 5469927
Bloc 82 GFM, 3 Scharten 75/2932U 0308884 5469796
Bloc 91 T135, 2 GFM, 1 Scharte 13532U 0308955 5469838
Bloc 101 T81, 2 GFM32U 0308974 5469773
Bloc 111 GFM, 1 P32U 0308878 5469523
Bloc 122 GFM, 1 P32U 0308999 5469533
Bloc 131 GFM, 1 Scharte JM, 1 Scharte JM/AC37, 1 Scharte 50 (Mörser)32U 0309816 5469675
Bloc 142 GFM, 1 Scharte JM/AC3732U 0309558 5469447
Bloc 152 GFM, 1 cloche LG32U 0309411 5469605
Bloc 162 GFM, 1 Scharte JM, 1 Scharte JM/AC37, 1 Scharte 50 (Mörser)32U 0309083 5469603
Bloc 171 GFM, 1 Scharte JM, 1 Scharte 75/32, 1 Scharte 50 (Mörser)32U 0309018 5469902



kurzgefasst:
Dieses Werk ist das mit Abstand größte und imposanteste - das Aushängeschild - der ganzen Linie. Es war auch strategisch von äußerst wichtiger Bedeutung. Nicht zuletzt wegen seiner auf dem 343m hohen Berg angebrachten Beobachtungsstellungen sollte das Werk unter keinen Umständen in feindliche Hände fallen. Das Befestigunswerk erstreckt sich zwischen Mosel- und Niedtal und stellt die Grossgruppe A19 dar. Ein Besuch der Anlage ist ein absolutes Muss für jeden Interessierten. Von April bis Ende Oktober an Samstagen und Sonntagen beginnen die Führungen zwischen 14 und 15.30 Uhr. Deutsche Führung ist um 14.30 Uhr. Während der zweistündigen Führung fährt man unter anderem mit einer elektrischen Schmalspurbahn und bekommt die Funktionsweise eines Panzerdrehturmes vorgeführt (Erwachsene zahlen 6€). Um das Werk kümmert sich die Vereinigung AMIFORT in F-57920 Veckring (r-c.varoqui@wanadoo.fr). Die Führungen beginnen immer am Munitionseingang oberhalb von Veckring, wo sich ein Besucherparkplatz befindet. Die Ouvrage Hackenberg ist im Umland bereits gut ausgeschildert.
ACHTUNG! Nicht von den Wegen abweichen, da sich die Großgruppe Hackenberg komplett auf Militärgelände befindet. Löblicherweise sind jedoch fast alle Blöcke über den ausgeschilderten Rundwanderweg erreichbar. Feste Schuhe sind unbedingt angebracht, da der Weg bei nassem Wetter sehr schmierig ist. Wer den Weg mit dem Rad fahren möchte, sollte über ein gutes Mountainbike mit entsprechender Geländegängigkeit verfügen. Trockenes Wetter oder Frost sind günstig.

Aufbau der Großgruppe A19 Hackenberg
Aufgrund geologischer Gegebenheiten musste man das Werk in zwei Halbfestungen teilen. Eine Festung (Blöcke 7 - 10) zielte nach Nordwesten, Richtung Mosel, die andere (Blöcke 1 - 6) sollte den nordöstlichen Bereich in Richtung Nied unter Kontrolle halten ("Feindrichtung"). Dabei konnte jedoch auch Feuerunterstützung durch die beiden Artilleriedrehtürme der westlichen Festung in "Feindesrichtung" gegeben werden. Es war möglich bis nach Deutschland zu schießen (wenn auch nicht weit ins Land hinein). Jede der beiden Halbefestungen besteht aus jeweils einer Werkgruppe, die über die klassischen Kampfblöcke verfügt.
Das heute schon imposant erscheinende Werk sollte ursprünglich noch größer Ausfallen, der Hackenberg sollte ursprünglich über 40 Kampfblöcke verfügen, so wurde zum Beispiel auf die Einrichtung zweier weiterer Eingänge verzichtet und auch das Vorhaben über das Einrichten von drei Ausgangsblöcken für Gegenangriffe wurde nicht realisiert. Um die Stromversorgung der Grossgruppe sicherzustellen richtete man im Inneren ein Kraftwerk mit 4 Dieselaggregaten zu je 350 PS ein. Die "Usine" wird während der Führung passiert. Die Blöcke 21 bis 25 schützen einen mächtigen Panzergraben. Dieser Panzergraben, der mit einer gemauerten Steilwand versehen ist, sollte gegnerische Panzer fernhalten, sowie das Eindringen gegnerischer Infanterie-Stossgruppen verhindern. Da man bereits früh die Ineffizienz dieser Maßnahme bei einem Frontalangriff erkannte wurde eine weitere Sperre am Gegenhang geplant, die aus einer großflächigen Stacheldrahtsperre sowie 5 Infanteriekasematten bestehen sollte. Dieses Vorhaben wurde jedoch aus finanziellen Gründen nie realisiert. Die Beobachtungsblöcke 11 und 12 auf dem Gipfel des Hackenberges sind sogar mit dem Auto erreichbar (Chapelle du Hackenberg).
die Chapelle du Hackenberg Von hier oben genießt man eine herrliche Aussicht und kann je nach Witterung nach Deutschland blicken und die Kühltürme des unweiten Atomkraftwerks Cattenom sehen.

Geschichte
Erst auf Drängen der Regierung hat der französische Kommandant sich im Jahre 1940 den Deutschen ergeben (nach Einmarsch in Paris). Mit der Zunahme der allierten Luftangriffe auf deutsche Städte wurde im Hackenberg eine deutsche Fabrik eingerichtet. Als die Amerikaner immer näher rückten im Jahre 1944, nahmen deutsche Artilleristen von Block 8 aus das Feuer auf den Gegner auf. Durch Hilfe französischer Militärs und wegen der geringen Panzerung dieses Blocks (Hinterlandausrichtung) gelang es den Amerikaner aus dem toten Winkel heraus dem Block schweren Schaden und den deutschen Soldaten Verluste, so dass man sich zurückziehen musste. Bei der Räumung des Hackenberges durch die Wehrmacht wurde die übrige Munition gesprengt. Die Folgen der dadurch entstanden Druckwelle sind heute noch sichtbar.
Die verbogene Panzertür ist ein beliebtes Objekt bei Amateurfotografen.
Im Inneren der Anlage befindet sich ein gut bestücktes WK2-Museum. Ausgestellt werden viele Handfeuerwaffen der Allierten und Achsenmächste. Außerdem finden sich Darstellungen, die den Alltag in der Maginotlinie zeigen, sowie Uniformen und viele Fotos.







EM
EH
Bloc 1
militärischer Sicherheitsbereich! Zutritt verboten!
Bloc 2
Bloc 3
Bloc 4
Bloc 5
Bloc 6
Bloc 7
Bloc 8
Bloc 9
Bloc 10
Bloc 11
Bloc 12
Bloc 21
Bloc 22
Bloc 23
Bloc 24
Bloc 25